Autobiographie

Verzweifelt über die Grausamkeit des Schicksals. Mutig meinen eigenen Weg zu gehen. Getragen von der Liebe zum Leben und der Liebe zur Familie. Das ist meine persönliche Geschichte.

© Fotostudio
Obermaier

juliagardumi

40 Gedanken zu “Autobiographie

  1. Liebe Mama,

    bald schon ist dein 5. Gedenktag, an dem wir dir ehren. Es fühlt sich an, als hättest du mich gestern noch im Arm gehalten, gleichzeitig scheint diese Berührung jedoch Lichtjahre entfernt.
    Mit großer Liebe bereiten wir nun deine Gedenkfeier mit gebastelten Schleifen, Laternen, steigenden Herzluftballons und begleitender Musik vor. Wie jedes Jahr haben wir bereits schöne Blumen für deine Grabbepflanzung ausgesucht. Ich hoffe es wird dir gefallen und du wirst lächelnd von den Engeln auf uns herunterschauen.
    Ich möchte auf unsere gemeinsamen Erinnerungen zurückblicken. Der Tag, an dem der Himmel seine Tore für dich öffnete, stimmt mich sehr traurig. Ich erinnere mich daran, dass du damals, am Tag vor den Herbstferien, schon früh auf warst. Du hast mich und Jade zu dir ins Zimmer gerufen, um uns noch zu drücken und zu küssen, bevor wir in die Schule gingen. Du hast dich in meinen Armen so zerbrechlich angefühlt. Auch wenn ich diesen Moment nie vergessen werde, möchte ich dich in schöner Erinnerung halten. Ich möchte mich an den Moment zurückerinnern, in dem du mir auf deinem Bett dein Handy in die Hand gedrückt hast, dir ein schönes Kleid angezogen und dein Zopfgummi gelöst hast und meintest: „Fotografier mich.“ Du hast deine Haare geschüttelt und so strahlend gelächelt. Wir mussten beide lachen. Jede Nacht, in der ich schlecht geträumt habe, bin ich zu dir ins Bett geschlüpft und du hast mich ganz fest in den Arm genommen, damit ich behütet weiterschlafen konnte. Ich kann mich noch gut daran erinnern, – es war das Jahr nach deinem Tod – da habe ich dich an einem warmen Sommertag am Grab besucht und dir den ganzen Nachmittag Geschichten vorgelesen, welche ich geschrieben habe. Die Freude am Schreiben habe ich wohl von dir. Und als ich fertig war, habe ich dich gefragt, ob du mir ein Zeichen senden könntest, wenn sie dir gefallen würden. Es war ein windstiller Nachmittag, doch in diesem Moment ging ein kräftiger Windstoß durch die Blätter des Baumes hinter deinem Grabstein. Die Blätter raschelten, wie als würden sie mir applaudieren. Diese Erinnerungen geben mir so viel, doch zur selben Zeit fehlst du mir noch viel mehr.
    Ich habe dieses Jahr mein Abitur abgelegt. Ich erinnere mich daran, wie du mit mir immer fleißig Französisch-Vokabeln geübt hast. Du lagst auf der Coach im Wohnzimmer und obwohl du so sehr mit deiner Krankheit zu kämpfen hattest, war es dir stets das Wichtigste, immer für uns da zu sein, uns zu helfen und dir gar nicht erst ansehen zu lassen, wie sehr die Schmerzen dich belasteten.
    Trotz Corona konnten wir dieses Jahr eine Abiturzeremonie arrangieren, an der wir umweltfreundliche Luftballons steigen lassen haben. Ich habe in diesem Moment an dich gedacht und wie stolz du in diesem Moment gewesen wärst. Du ständest mit Jade und Gisela am Fenster und hättest mich doll gedrückt. Das vermisse ich oft: deine Umarmungen, deine Nähe. Auch wenn ich an dich denke, fühlt es sich manchmal so weit entfernt an. Ich hoffe meine Nachricht, die ich auf das kleine Kärtchen am Luftballon geschrieben habe, hat dich durch die Lüfte erreicht. In solchen Momenten denke ich oft an dich und in solchen Momenten vermisse ich dich sehr.
    Ich arbeite nun an den Kammerspielen und freue mich sehr, die Möglichkeit zu haben, ins Theaterleben hinein zu schnuppern. Es macht mir einen Riesenspaß.
    Auch nach diesem Jahr werden mir alle Türen der Zukunft offen stehen, dennoch bin ich mir noch unsicher, welche die richtige für mich sein soll. Ich wünsche mir, du leitest und begleitest mich auf diesem Weg. Du warst schon immer sehr unabhängig und hast dein frohes Wesen und dein Selbstwertgefühl nie von Anderen abhängig gemacht. Das bewundere ich sehr und versuche viel von dir zu lernen.
    Ich lebe nun schon seit knapp 3 Jahren bei deiner Mutter Gisela und sehe auch in ihr jeden Tag ihre unendliche Liebe zu dir, die sie an uns weiterträgt. Wir reden oft über dich, um deiner zu gedenken und richten die schönen Gedenkfeiern zusammen aus.
    13 Tage nach deinem Jahrestag werde ich nun 18 Jahre alt werden. Dieses Jahr ist ein sehr ereignisreiches Jahr. Jade und ich werden bald unseren ganz eigenen Lebensweg bestreiten, doch wir sind sicher, du wirst uns immer begleiten und vom Himmel auf uns heruntersehen. In diesem Gewissen freuen wir uns auf die Zukunft und die berührenden Momente, in denen wir dir gedenken werden. Wir vermissen dich mehr als gestern, doch weniger als morgen. Hdgdl.

    In Liebe,
    deine Abt Romy

  2. Liebe Mama💕,

    ich schreibe dir heute an deinem 5. Gedenktag um mit dir meine Gefühle und Gedanken zu teilen:

    Jedes Jahr haben wir mit Freude das Grab für deinen Gedenktag neu gestaltet, so auch dieses Jahr mit deinen Lieblingsblumen, schönen Christrosen. Am 30. Oktober 2020 planen wir nun eine Gedenkfeier, dir zu Ehren. Wir basteln Schleifen, sowie Laternen, lassen roségoldene, umweltfreundliche Herzluftballons steigen und ich habe mit meiner Schwester Romy das Lied „Fields of Gold“ von Eva Cassidy für dich vorbereitet. In dieser Zeit denke ich oft an dich. Einige Erinnerungen machen mich traurig. Ich erinnere mich daran, dass du uns immer gesagt hast, bevor du gingest, möchtest du dich von uns verabschieden. An dem Morgen, an dem du von uns gegangen bist, hast du uns in dein Zimmer gerufen und uns umarmt und geküsst, bevor wir in die Schule gegangen sind. Obwohl es uns nicht bewusst war, war dies der Abschied, den du dir wünschtest. Du hast immer offen mit mir über deine Krankheit und deine Sorgen gesprochen, hast mir Bücher vorgelesen und Geschichten erzählt… Das bewundere ich sehr an dir. Zum Beispiel erinnere ich mich noch an den Moment, bevor du deine Chemotherapie begonnen hast. Wir saßen auf der Coach im Wohnzimmer und du hast mir gesagt: „Wenn ich die Chemotherapie schaffe, kann ich weiterhin mit dir und Romy spielen. Sollte ich es nicht schaffen, dann können wir leider nicht mehr miteinander spielen, aber ich möchte auf keinen Fall weiterhin Schmerzen haben.“
    Auch wenn ich manchmal traurig bin, werde ich nie die schönen Erfahrungen vergessen, die wir zusammen erlebt haben. Ich werde immer daran denken, wie wichtig wir dir sind und wie du trotz deiner Krankheit, immer versucht hast uns eine Freunde zu bereiten, ob wir Eis essen 🍦 waren oder zusammen auf den Spielplatz gegangen sind. Ich werde diese Erinnerungen für immer in meinem Herzen tragen und in Ehren halten. Ich vermisse dich ganz doll. Hab dich soooooooo lieb wie möglich,

    In Liebe,
    deine Lieblingstochter Jade

  3. Liebe Mama💕,

    ich schreibe dir heute an deinem 5. Gedenktag um mit dir meine Gefühle und Gedanken zu teilen:

    Jedes Jahr haben wir mit Freude das Grab für deinen Gedenktag neu gestaltet, so auch dieses Jahr mit deinen Lieblingsblumen, schönen Christrosen. Am 30. Oktober 2020 planen wir nun eine Gedenkfeier, dir zu Ehren. Wir basteln Schleifen, sowie Laternen, lassen roségoldene, umweltfreundliche Herzluftballons steigen und ich habe mit meiner Schwester Romy das Lied „Fields of Gold“ von Eva Cassidy für dich vorbereitet. In dieser Zeit denke ich oft an dich. Einige Erinnerungen machen mich traurig. Ich erinnere mich daran, dass du uns immer gesagt hast, bevor du gingest, möchtest du dich von uns verabschieden. An dem Morgen, an dem du von uns gegangen bist, hast du uns in dein Zimmer gerufen und uns umarmt und geküsst, bevor wir in die Schule gegangen sind. Obwohl es uns nicht bewusst war, war dies der Abschied, den du dir wünschtest. Du hast immer offen mit mir über deine Krankheit und deine Sorgen gesprochen, hast mir Bücher vorgelesen und Geschichten erzählt… Das bewundere ich sehr an dir. Zum Beispiel erinnere ich mich noch an den Moment, bevor du deine Chemotherapie begonnen hast. Wir saßen auf der Coach im Wohnzimmer und du hast mir gesagt: „Wenn ich die Chemotherapie schaffe, kann ich weiterhin mit dir und Romy spielen. Sollte ich es nicht schaffen, dann können wir leider nicht mehr miteinander spielen, aber ich möchte auf keinen Fall weiterhin Schmerzen haben.“
    Auch wenn ich manchmal traurig bin, werde ich nie die schönen Erfahrungen vergessen, die wir zusammen erlebt haben. Ich werde immer daran denken, wie wichtig wir dir sind und wie du trotz deiner Krankheit, immer versucht hast uns eine Freunde zu bereiten, ob wir Eis essen 🍦 waren oder zusammen auf den Spielplatz gegangen sind. Ich werde diese Erinnerungen für immer in meinem Herzen tragen und in Ehren halten. Ich vermisse dich ganz doll. Hab dich soooooooo lieb wie möglich,

    In Liebe,
    deine Lieblingstochter Jade

  4. Meine geliebte Julia, zum 5jährigen Anniversarium deines Gedenktages stehe ich an deiner Ruhestätte. So unfassbar lange fehlst du mir, und doch kommen mir die Jahre wie ein Wimpernschlag vor. Ich beherberge dich in meinem Herzen mit deinem großen JA! zum Leben. Denn deine klare Botschaft, „Mensch werde wesentlich“ lebt als Zeugnis deines weisen Geistes, der sich nicht über einen kranken Körper definiert, weiter. Du hast deine Welt kreiert, hast die Menschen zu Mitmenschlichkeit aufgerufen. Für mich bist und bleibst du meine Superheldin, ladylike und unabhängig ,verletzlich, und stark., In deinem Lebenswerk hast du dich heil geschrieben, deine Seele befreit, hast uns Zurückbleibenden Grosses hinterlassen. Dein Leid und dein Glaube widersprechen sich nicht, denn am Ende steht de
    Schönheit, und du verweist auf das Licht, wenn du diese Welt so unbeschreiblich schön erklärst. Ich verbinde dich mit einer herrlichen Ewigkeit wo du wohl restlos glücklich bist. Ob hinter dem Horizont und auch im Regenbogen. deinen Töchtern bist du nahe. Ich werde immer bei dir sein, dich ehren und an dich erinnern, bis wir uns wiedersehen. Du hast mir gezeigt was heilig ist! In ewiger Liebe und Verbundenheit , deine Mama

  5. EINE ROSE BLÜHT, WEIL SIE BLÜHT

    Meine Liebste Tochter Julia-Patricia

    Gestern hattest du deinen irdischen Geburtstag, du wärest 40 Jahre alt geworden.
    Am 12. April um 12 Uhr 40 bist du geboren worden.

    Mein Mittagskind, mein Widdermädchen!

    Deinen Geburtstag habe ich in aller Stille begangen, war früh an deiner Ruhestätte.
    Diese Ruhe hast du immer so geliebt, du hast das Leben in seiner Vielfalt gesucht und gelebt, UND du hast die Ruhe gesucht , geliebt und gelebt!
    Mir fällt immer mehr auf, wie schön der Friedhof ist, wie schön hügelig
    angelegt, als einziger Friedhof in München.
    Die geschwungenen Wege ohne Gräber, der See, die hochwertigen Denkmäler und Steine, die an diesen Wegen stehen.
    Dieser Friedhof wurde im Jahre 1977 angelegt, in deinem Geburtsjahr!
    Hier kannst du ruhen, in dem wunderschönen Park, mein liebes Kind, hier findest du Frieden!
    Dass ich solch eine Sehnsucht haben würde, an deine Ruhestätte zu gehen, habe ich jetzt erfahren.
    Meine Erinnerungen , meine an dich adressierten Selbstgespräche gewinnen dort eine besondere Dichte!
    All meine Sorgen und Geschäfte des Alltags bleiben vor den Friedhofstoren!
    Mein liebes Kind, wie oft denke ich dann an unsere gemeinsamen letzten Jahre ,in denen ich trotz meiner Ohnmacht gegenüber deines grausamen Schicksals, eine intensive, uns immer wieder neu beglückende und bereichernde Beziehung zu dir, meine geliebte Tochter, leben konnte.
    Dein Grab wechselt von einem verwunschenen Gärtlein hin zu einer von Waldblumen umrankten Stätte mit herzförmigen Vergissmeinnicht und Veilchen , und (fast ) immer brennt eine Kerze in den verschiedenen Laternen.
    Dein Denkmal ist dein grosses warmes Herz für die Kinder!
    Mit goldenen Buchstaben hast du für sie deine Liebe für alle Zeiten eingraviert.
    Als Symbol deiner Liebe finden die Kinder dich dort.
    Ganz zart, wach und aufmerksam, so wie du zu Lebzeiten warst.
    Meine liebste Julia, mir fehlen so oft die Worte, zu beschreiben, wie das Leben ist ohne deine leibliche Anwesenheit!
    Wir haben nun über ein Jahr nach deinem Tod schon einige Erfahrungen damit gesammelt, Familienfeste, kirchliche Festzeiten und Festtage ohne dich zu gestalten.
    An deinem Geburtstag gestern habe ich eine Kerze ins Fenster gestellt die den ganzen Tag und die Nacht leuchtete.
    Die Kinder haben dir zuhause einen Meister Erdbeerkuchen !gebacken
    Wie sehr deine Lebensfreude durch sie hindurchstrahlt!!
    Du bist ihre Rose und blühst hier für sie auf Erden weiter ,
    Du bist auch meine Rose und du fehlst mir sehr:
    Deine sensitive Intelligenz , dein gesunder Menschenverstand ,
    dein körperliches gesundes , ansteckendes Lachen,
    deine Großzügigkeit des Gebens und des Herzens.
    Ich hoffe sehr, dass in Gottes Reich dein Geburtstag so richtig himmlisch gefeiert wurde?
    Ich hoffe sehr –für dich und für mich– dass unsere Lust zu reden, zu streiten, und gemeinsam weiterzudenken nicht verloren geht!
    Dass du “ da oben“ von wunderbaren Mächten geborgen bist.
    Alles Gute zu deinem Ehrentag, ich liebe dich immer mehr und immer wieder neu
    Julia meine Liebe,meine Tochter
    deine Eva Mama

  6. Meine geliebte Julia
    Mein über alles geliebter Engel

    Am 30.Oktober 2015 hast du deinen letzten Atemzug getan.

    Aufrecht bist du durch deine Erkrankung gegangen
    hast voller Mut soviel Leben wie möglich in dieses 1 und dreiviertel Jahr gepackt.

    Wie sehr wünschtest du dir ein Wunder, während du gekämpft hast.
    Wie sehr hoffte ich mit dir auf dein Wunder der Heilung.
    Leider blieb dieses Wunder auf Erden aus.

    Meine tapfere Julia:
    Meine Vorstellung ist,dass du aus dem Schweren in das Leichte hinaufgestiegen bist.
    In das Licht, in das Gold ,das du einmal gemalt hast.
    Der Himmel gibt dir nun deinen großen Schaffensraum.
    Vielleicht ist dies dein himmlisches Wunder!?

    Du bist gegangen ,und ungewöhnlich blau und sonnendurchflutet schön war der Himmel für Tage, für Wochen! Und dies im November! .
    Mit diesem Bild, dass du glücklich, gesund und fröhlich nun den Himmel gestaltest, trage ich dich in meinem Herzen in unendlicher Liebe.
    Deine Töchter treten mit ihrem wachen, aufmerksamen und tiefsinnigen Geist in deine Fußstapfen!
    Sie lieben das Leben und nehmen es in Gänze an.
    Sie leben in der Gegenwart ,leben trotz der traurigen Augenblicke die ganze Gefühlspalette der Freude auf alles was das Leben bereithält!
    Mein wunderbares Kind! Meine tiefste Verehrung:
    Wie großartig du dies vorbereitet hast! Du warst und bist noch immer das Vorbild deiner Töchter!
    Dabei warst du große Realistin ,hast getan, was deiner Meinung nach anstand.
    Das Schweben in irgendwelchen höheren Sphären war nicht dein Anliegen.
    Du wolltest nie Statements setzen, du setztest sie automatisch durch deine Leidenschaft ,durch deine Präsenz, mit der du, deiner Krankheit und Schmerzen trotzend, dich anschicktest,deine Träume eigensinnig und eifrig umzusetzen.

    Du warst so bereit für das Wunder des Lebens ,du hast keine Visionen verschwendet mit Tagträumen.
    Tag für Tag und jede Sekunde deines kostbaren Lebens hast du alles für deine Visionen gegeben. Dich nicht gescheut, sich von Erwartungen loszusagen die sich nie erfüllen würden.
    Stattdessen erreichbare Ziele gelebt, jede Träne geweint,,jedes Lachen ausgekostet.
    Bis in die letzten Minuten deines Lebens warst du lebendig und im Leben begleitet.
    So wolltest du es, und so ist es gekommen.

    Mein Liebes!
    Deine Nachdenklichkeit, deine Tiefsinnigkeit, zusammen mit deiner dir ganz eigenen Heiterkeit, wird mir so sehr fehlen.
    Alles,was dich ausgemacht hat!

    Ich verehre dich.
    Danke, dass ich deine Mutter sein durfte,
    Danke, dass du mir das Riesengeschenk gemacht hast, dich als deine Tochter haben zu dürfen!

    Liebe und Harmonie mögen immer mit dir sein, Glück und himmlische Freude!

    In love forever
    Deine Mama

  7. Liebe Julia,
    ich bin 45 Jahre alt und im Januar an Brustkrebs erkrankt. Ich habe Chemo und Op nun hinter mich gebracht. Es gibt keinen Tag , an dem ich nicht über diese Krankheit und evtl. eine Neuerkrankung und dann nicht mehr heilbar nachdenke. Obwohl mir gesagt wurde, dass ich gute Heilungschancen habe. Krebs macht einfach Angst. Ich habe in der Chemozeit Sonja kennen gelernt. Sie ist 33 Jahre alt, hat eine kleine Tochter und ist unheilbar an Brustkrebs erkrankt. Als ich durch Zufall in einer Zeitschrift deinen Artikel gelesen habe, habe ich direkt an Sonja gedacht, ihr dein Buch zu kaufen. Ich habe es nun erstmal selbst gelesen. Es hat mich zutiefst getroffen. Es beschreibt diese schreckliche Realität, wovor wir alle Angst haben. Ich habe Sonja von deinem Buch erzählt und sie freut sich darauf es zu lesen. Ich hoffe, sie kann daraus etwas für sich mit nach Hause nehmen. Das Schlimmste ist wirklich in so einer Situation, dass man vor lauter Angst, die Zeit , die man noch hat, nicht mehr sinnvoll nutzen kann, weil es einen lähmt. Letztendlich wissen wir alle nicht, wie lange wir noch leben. Ich wünsche dir von ganzem Herzen, das dir dies auf diesem schweren Weg noch gelingt und du nicht so viele Schmerzen davon tragen musst.
    Tanja

    1. Liebe Tanja,
      ich habe deine Email kopiert und selbst abgeschickt, so dass deine Emailadresse nicht erscheint. Ich finde es wichtig, das Anonymität gewährt wird, wenn sie erwünscht ist. Auch die Namen habe ich geändert. Ich hoffe, du fühlst dich trotzdem von mir angesprochen. Ich danke dir für deine Offenheit deine Ängste auszusprechen. Ich bin mir sicher, dass allein das Benennen der Ängste schon heilsam ist. Jeder Tag ist anders, die Ängste kommen und gehen, diese aber zu teilen, nimmt ihnen die Kraft. Geteiltes Leid ändert nichts, aber es lässt einen sich weniger alleine fühlen. Lass uns in diesem Sinne zusammenhalten.
      Alles Liebe, Julia

  8. Liebe Julia,
    gestern war ich auf Deiner Lesung.
    Ein wunderbarer Abend, mit viel Herz und Seele, der einen die ganzen Farben der Gefühlspalette ermöglicht und einen wegführt von schwarz – weiß.
    Vielen Dank und herzliche Grüße, Sabine

  9. Liebe Julia!
    Ich danke sehr für Ihre weibliche, mütterliche, autobiografische und heftige Erzählung. Damit habe ich gelernt und erfahren, was Freud (1915) seinerseits geschrieben hat: „Wenn es eine Blume gibt, welche nur eine einzige Nacht blüht, so erscheint uns ihre Blüte darum nicht minder prächtig … Der Vergänglichkeitswert ist ein Seltenheitswert in der Zeit.“ Mit meinem Gefühl begleite ich Sie.
    Herzlichst, Francesco

  10. Liebe Julia,
    eine Arbeitskollegin hat mir Ihr Buch überreicht mit den Worten: „Du musst es nicht lesen.“ Am selben Abend hab ich es auf einen Zug durchgelesen. Es hat mich sehr stark berührt und ich bin froh es gelesen zu haben. Ich arbeite im KH-Starnberg (Labor), ich bin in Ihrem Alter, ich habe einen Sohn im Alter Ihrer Jüngsten und ich kenne Ihre Mutter aus der Nachtschicht, als sie mir Ihr Blut gebracht hat. Ich war zutiefst erschüttert, traurig, wütend und verzweifelt. Ich dachte, ich halte das alles nicht mehr aus und kann dort nicht mehr weiter arbeiten, zumindest nicht auf eine professionelle Weise!! Jetzt geht es mir besser und ich weiß endlich, wie es Ihnen geht und wie Sie versuchen damit umzugehen.
    In tiefer Verbundenheit,
    Mirjam

  11. Ich bin zutiefst beeindruckt von Ihrem Talent als Autorin. Was Sie schreiben, geht einem direkt ans Herzen und lässt mich über unseren Alltag sehr nachdenken.

  12. Liebe Julia,
    danke für dieses wunderschön geschriebene Buch! Ich bewundere dein Talent zu formulieren und auch deine Energie, es so zu nutzen. Ich schließe dich in meine Gebete ein.
    Deine Alexandra

  13. Liebe Julia,

    als ich dein Manuskript in die Hand bekam, kannte ich dich nicht. Dann habe ich es dreimal gelesen und habe, so glaube ich, dich mit jedem Mal ein kleines bisschen besser verstanden. Jetzt meine ich dich ganz gut zu kennen, obwohl wir nur miteinander telefoniert und ein paar Mails ausgetauscht haben. Deine Botschaft macht Mut, nicht nur unheilbar Kranken. Sie ist so einfühlsam formuliert, dass es einen beim Lesen zutiefst berührt. Ich wünsche dir viele interessierte Leser und in deinem Leben unzählige schöne Momente.

    Aus dem nördlichsten Bundesland grüßt

    Birgit

    1. Liebe Birgit,
      was für ein Glück, dass ich auf deine kompetente Unterstützung zählen durfte. Vielen Dank, dass auch du mich zu meinem schriftstellerischen Werdegang ermutigt hast.

  14. Ich wusste gar nicht, dass ich so viele Tränen weinen kann….
    Ein ganz beachtliches Buch, bei dem man aber auch lachen kann – mit wertvollen Gedanken für Kranke und Gesunde.
    Steht ab sofort auf der Empfehlungsliste meiner Praxiswebsite.
    Alles Liebe dir und viel Erfolg auf deinem Weg!

      1. Liebe Julia,
        du bist mittlerweile auf der anderen Seite, aber immer noch im Herzen vieler Menschen hier. Auch ich lerne jetzt ein anderes Leben kennen und bin für diesen großen Erfahrungsschatz sehr dankbar. Jeder Tag ist ein wunderbares Geschenk!
        In tiefer Verbundenheit, dein Thomas.

  15. Liebe Julia,
    dieses Buch wurde von einem Engel auf Erden, wunderbaren Menschen geschrieben. Ihre Töchter, Mutter und Ehemann können stolz auf Sie sein. Ich wäre es, unsagbar stolz.
    Sie sind wirklich eine überaus talentierte Autorin und ich stimme 1:1 mit dem Inhalt überein, wenn ich dieses Schicksal erdulden müsste. Doch ich könnte es nicht so rührend in Worte fassen. Ich hoffe so sehr, dass Sie noch viele Bücher schreiben werden.
    Wenn man das Buch schließt, lässt einem die Sehnsucht nach einem Wunder nicht mehr los.

    1. Liebe Gertraud,
      tausend Dank für Ihr großes Vertrauen in meine Fähigkeiten als Autorin. Ihr Lob berührt mich sehr.
      Ich denke, im Herzen wünschen wir uns alle ein Wunder.

  16. Liebe Julia,
    auch mir hat Dein Buch sehr gut gefallen. Ich habe es in einem Zug durchgelesen. Man weint – man ist traurig/glücklich – man fühlt ganz intensiv. Man lebt den Augenblick.
    Ich finde Du hast einen total schönen Schreibstil und Du solltest noch mehr schreiben. Vielleicht auch ein Kinderbuch?
    Ich habe Dein Buch nachgekauft und in unsere Bücherei im Ort gebracht und in die beiden Buchläden, die es hier gibt. Ich finde, dass es für Betroffene eine Hilfe ist und für „Gesunde“ ein Innehalten. „Was ist wirklich wichtig im Leben?“

  17. Am meisten hat mich die „Selbstbestimmtheit“ beeindruckt, die du nach der Diagnose gelebt hast und seitdem lebst. Ich wünsche dem Buch viele Leser, denn abgesehen von der formalen Brillanz kann man viel lernen im Umgang mit Menschen deiner Krankengeschichte.

    1. Lieber Jörg,
      man bleibt der großartige Mensch, der man ist, wenn man weiterhin an sich glaubt. Man ist nicht seine Krankheit. Das wusste ich vor einem Jahr noch nicht, aber jetzt spüre ich es umso mehr. Deine Zeilen haben mich daran erinnert. Ich danke dir dafür.

  18. Liebe Julia, dein „Lebensmutbuch“ ist nicht nur biographisches Schreiben. Du hast eine Botschaft für Kranke und Gesunde, für 37 Jährige und Alte: Schaut euer Leben an, eure Wünsche, lebt wirklich und eurem Wesen gemäß! Deine Seelenarbeit fordert den Leser heraus.

  19. Liebe Julia, ich habe dein Buch in einem Zug gelesen, ich konnte einfach nicht mehr aufhören! Es ist wunderbar, so fein und treffend, aber auch so schön geschrieben. Ich denke, es wird viele Menschen tief berühren und auch vielen helfen.

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